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Was ist bei der Haltung von Vögeln zu beachten?

Vögel sind oft nicht nur Heimtiere, sondern auch "Gartentiere", wenn sie nämlich gemeinschaftlich in einer größeren Voliere gehalten werden. Wir beschäftigen uns zunächst mit der Haltung im Haus, also meist einzeln oder paarweise im relativ kleinen Käfig, obwohl die Haltung in der Voliere eigentlich viel schöner, weil artgerechter ist.

Vögel werden leider oft einzeln in kleinen und unzweckmässigen Käfigen gehalten. So ein kleiner Käfig grenzt an Tierquälerei - erst recht bei einer Tierklasse, deren wichtigstes Merkmal schliesslich das Fliegen ist. Das Mindeste wäre also täglicher Freiflug in der Wohnung.

Auch die Einzelhaltung ist abzulehnen: Es gibt zwar tatsächlich Arten, die unverträglich gegenüber Artgenossen sind und einzelgängerisch leben, aber das sind ausnahmslos Arten, die für die Heimtierhaltung nicht in Frage kommen. Und auch diese Arten haben natürlich zumindest während der Balz- und Brutzeit Kontakt mit Artgenossen.

Alle Arten, die wir als Heimtiere kennen, leben eigentlich gesellig und sollten deshalb auch mindestens zu zweit gehalten werden. Der menschliche Pfleger ist kein Ersatz für einen Vogel.

Gebirgsloris im Vogelpark Marlow in mecklenburg-VorpommernDiese Loris haben wir im Vogelpark Marlow in Mecklenburg-Vorpommern  fotografiertMehr über Loris erfahren Sie unter www.loris.info

Die mit Abstand als Heimtier bedeutendsten Arten sind Wellensittich und Kanarienvogel. Vögel werden meist wegen ihres bunten Gefieders und ihres Gesangs gehalten, obwohl es nicht selten passiert, dass der Dauergesang eines fleissigen Kanarienvogels oder das ununterbrochene Schwatzen des Wellensittichs den Haltern irgendwann auch ziemlich auf die Nerven gehen kann.

 

Die als Heimtiere gehaltenen Vogelarten erreichen ein Alter von 12 - 15 Jahren.

Wir stellen Ihnen verschiedene Vogelarten, die sich als Heimtiere eignen, bei den Tierportraits vor.

Vögel machen recht viel Staub; die Spelzen des Futters und die Flaumfederchen fliegen gerne in der ganzen Wohnung rum.

Ein bis zwei Mal im Jahr wechseln die Vögel ihr Gefieder, sie "mausern". Sie sind in dieser Zeit deutlich krankheitsanfälliger, als sonst. Und während dieser Zeit ist es natürlich besonders schwierig, den herumfliegenden Federchen Herr zu werden.

Diese Hinweise, die sich ja doch recht kritisch lesen, geben wir nicht, damit Sie Abstand nehmen von der Vogelhaltung. Man sollte aber vor dem Hintergrund dieser Schwierigkeiten wirklich über eine Gartenvoliere nachdenken. Das ist ja schliesslich auch nicht nur für die Menschen angenehmer, sondern es ist auch wesentlich artgerechter.

Vogelkäfige in Südeuropa
Solche Vogelkäfige sind zu klein und nicht geeignet

Wenn Sie sich doch für den Kauf eines Käfigs entscheiden, sind mindestens zwei Punkte zu berücksichtigen: Er sollte so gross wie möglich sein und ausserdem leicht zu reinigen. Auch muss die Versorgung des Vogels bzw. der Vögel natürlich von aussen möglich sein, damit die Tiere nicht durch die fütternde Hand im Käfig geängstigt werden.

Die als Käfigtier gehaltenen Vögel sind meist Körnerfresser, die aber neben der käuflichen Futtermischung regelmässig etwas Grünzeug (z.B. Vogelmiere), kleine Stückchen frisches Obst und - ganz wichtig für den Federaufbau und die Verdauung - in ihrem Sand Kalkstückchen und kleine Steinchen (grobe Sandkörner) haben sollten.

Die meisten Vögel baden gerne (Kanaris u.a. Finken sind ohne Bad kaum gesund zu halten), viele Vögel nehmen sehr gerne auch Staub- bzw. Sandbäder.

Sie mögen es überhaupt nicht, angefasst zu werden: In freier Natur wird ein Vogel nur einmal in seinem Leben "angefasst", nämlich wenn ihn ein Raubtier zwischen den Zähnen hat. Eine Ausnahme machen gelegentlich handaufgezogene Papageien (z.B. Kakadus): Solche verhaltensgestörten Exemplare, die ihren Pfleger als Mit-Vogel ansehen, lassen sich auf soziale Gefiederpflege u.ä. ein.

Die meisten Vögel gewöhnen sich problemlos an Freiflug im Zimmer und kommen zurück in den Käfig, wenn dort - und nur dort! - das Futter steht. Allerdings gibt es beim Freiflug zahlreiche Gefahren zu berücksichtigen:

Nicht nur das offene Fenster; mindestens ebenso gefährlich und oft tödlich ist der Spiegel: Er wird im besten Falle attackiert bis zur völligen Erschöpfung des Vogels, im schlechtesten Falle fliegt der Vogel mit voller Kraft dagegen (wie auch gegen das geschlossene Fenster) und bricht sich das Genick. Tiefe Gefäße mit Wasser sind schlimm oder auch Gardinen, in denen die Tiere mit ihren langen, spitzen Krallen über Kopf hängenbleiben können.

Die Einzelhaltung von Vögeln im kleinen Käfig ist eigentlich abzulehnen. Sie ist nicht artgerecht und kann wohl nur toleriert werden, wenn dadurch das einsame Leben eines alten Menschen erträglicher gestaltet werden kann.

Auch der grosse Käfig oder die Zimmervoliere ist problematisch, denn auch da wird doch die wichtigste Besonderheit des Vogels unterdrückt: sein Flugvermögen.

Wirklich interessant ist die Haltung in Gartenvolieren, in denen die Tiere die ganze Bandbreite ihres abwechslungsreichen Verhaltens zeigen werden. Wir widmen diesem schönen Hobby deshalb ein eigenes Kapitel.

   

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