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Gartenvolieren - die beste Möglichkeit, um Vögel zu halten

Das Besondere an Vögeln ist, dass sie - mit wenigen Ausnahmen - fliegen. Das sollte auch berücksichtigt werden, wenn man an die Anschaffung von Vögeln als Heimtiere denkt. Der Freiflug im Zimmer ist schon ein Schritt in die richtige Richtung, aber wirklich Freude bereitet die Vogelhaltung in Volieren.

Zebrafinken eignen sich gut für die Gartenvoliere, hier ein männchen

Es gibt sowohl Zimmer-, als auch Gartenvolieren. Grosse Zimmervolieren sind vor dem Hintergrund teuren Wohnraums kaum zu realisieren; am ehesten noch, wenn man einen Raum im Haus (z.B. durch Wegzug der Kinder) übrig hat und dort eine Vogelstube einrichten kann.

Meistens aber wird man die Voliere im Garten bauen: Da ist mehr Platz und es gibt Sonne und Regen, was der Gesundheit der Vögel sehr zuträglich ist.

 

Die Erfahrung zeigt: Eine Voliere ist nie gross genug. Planen Sie sie gleich ein wenig auf Zuwachs und bauen Sie am besten gleich eine schöne Voliere und nicht einen Verschlag, der weder Ihnen noch den Vögeln wirklich Spass macht. Natürlich ist ein Zwei-Quadratmeter-Gehege besser, als ein Käfig, aber wirklich Freude werden Sie nur haben mit einer Voliere, die wenigstens 10 - 14 qm gross ist. Eine grosszügig bepflanzte und sorgfältig gepflegte 50-qm-Voliere kann ein echter Blickfang im Garten sein und ermöglicht eine weitgehend artgerechte Haltung der Tiere.

Wichtig ist der Standort. Die voliere soll an einem hellen Platz errichtet werden. Zugluft ist ganz daneben, Sonne ist wichtig. Allerdings ist eine geschützte Nordlage oft besser, als eine Südlage.

Wenn Sie handwerklich begabt sind, Lust dazu haben und ein paar Euro übrig sind, dann versehen Sie die Voliere mit einem anständigen Streifenfundament, auf das man dann die eigentlichen Gitter stellt. Das ist dann pflegeleicht und auch Räuber wie Marder und Katzen werden besser abgehalten.

Glanzsittich - er fülht sich nur in der Gartenvoliere mit Schutzhaus oder in einer Zimmervoliere wohl

Gegen Mäuse - ein wirklich ernst zu nehmendes Übel - hilft am besten, wenn man die gesamte Fläche der Voliere in mindestens 20 cm Tiefe (besser mehr) mit mäusesicherem Drahtgeflecht abdichtet.

Die Höhe der Voliere sollte nicht geringer als 2 m sein, damit Sie problemlos darin arbeiten können. Besser ist etwas höher, z.B. 2 m Gitterhöhe auf dem 20cm-Steinsockel.

Jede Voliere braucht einen Schutzraum aus Stein oder Holz. Ein grosses Wasserbecken ist selbstverständlich - kleckern Sie da nicht, sondern klotzen Sie: Ideal ist ein flaches Betonbecken von einem Quadratmeter Wasserfläche oder mehr. Es sollte einen Abfluss mit Stöpsel haben; die Entwässerung kann in eine Sickergrube erfolgen, die Sie einfach unter dem Wasserbecken anlegen. Die Reinigung eines solchen Beckens ist sehr einfach und wenn ein fest verlegter Gartenschlauch auch die problemlose Befüllung des Beckens ermöglicht, dann werden die Vögel auch immer sauberes Wasser haben.

Ein verschmutztes Wasserbecken ist das häufigste Übel bei Gartenvolieren, denn wenn das nicht gut geplant und ordentlich ausgeführt wird, ist der Wasserwechsel eine unangenehme und zeitraubende Sache - und unterbleibt, bis die Vögel sich den Schnabel zuhalten, weil das Wasser anfängt zu stinken.

Die Einrichtung bzw. Bepflanzung der Voliere hängt natürlich vom geplanten Vogelbesatz ab. Körnerfresser wie Papageien oder Finken knabbern vor allem im Frühjahr so an den Knospen, dass die Pflanzen kaum austreiben können. Nur Holunder ist so wüchsig, dass er sich fast immer durchsetzt.Weichfresser wie die wunderbaren Schamadrosseln und noch viel mehr Fruchtfresser haben eine rege Verdauung, was den Pflanzen auf andere Art schadet.

Beim Bau der Voliere ist unbedingt zu beachten, dass möglicherweise Bauvorschriften bestehen und beim Besatz müssen Sie die Artenschutzgesetzgebung berücksichtigen: Einige Arten, die man im Haus halten darf, brauchen im Garten eine gesonderte Genehmigung.

Welche Vögel sich für die Haltung in der Voliere eignen, werden wir in einem eigenen Kapitel beleuchten.

   
   
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