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Der Zebrafink (Taeniopygia guttata)

Den meisten Vogelliebhabern dürfte "Taeniopygia guttata" wie der freche Australier mit seinem wissenschaftlichem Namen heisst, wohl bekannt sein: als typischer "Anfängervogel" bevölkert der kleine, bunte Prachtfink (er ist etwa so gross wie unser kleinster Vogel, der einheimische Zaunkönig) unzählige Käfige und Volieren.

Zebrafink, Männchen

Neben seinem bunten Federkleid - vor allem die Männchen sehen wirklich hübsch aus mit ihrer Zebrastreifung, dem orangeroten Schnabel und den rostroten Bäckchen - fällt dem Betrachter sofort sein ständiges "Trompeten" auf, ein monotoner (aber nicht eigentlich unangenehmer) Laut, mit dem die Tiere des Verbandes miteinander auf Stimmfühlung bleiben. Es sind nämlich immer mehrere Zebrafinken zusammen, in ihrer australischen Heimat manchmal riesige Schwärme und auch im Heim sollten sie immer mindestens ein Pärchen zuammen halten.

Unter diesen Bedingungen - mindestens paarweise Haltung - können Sie allerdings sogar im Käfig (vielleicht ein ca. 80 cm langer, rechteckiger Vogelkäfig statt der üblichen sog. Kanarienkäfige) mit Nachwuchs bei Familie Prachtfink rechnen, denn die Vögel sind ausgesprochen fruchtbar und auch recht anspruchslos:

Sie erwarten ein geschlossenes Nistkörbchen, wie es der Fachhandel anbietet, in das sie in kürzester Zeit mit Kokosfasern und "Scharpie" ein dichtes Nest bauen (sehr gute Dienst leistet auch eine alte Kokosnuss-Schale, in die man ein Einschlupfloch schneidet)

Das Weibchen (es ist weniger bunt, als das Männchen) legt dann i.d.R. etwa 6 reinweisse Eier, die ca. 11- 12 Tage lang bebrütet werden. Dann dauert es nur noch eine Woche, und es wird laut im Nest: Die Jungen sind ständig hungrig und die Alten können kaum genug Futter 'ranschaffen. Am besten übrigens vorgekeimtes Futter - vielleicht haben Sie noch die Keimschalen von Ihrem letzten Anlauf, sich gesünder zu ernähren.

Zebrafinken beim Nestbau

Besonders lecker ist gekeimte Kolbenhirse aus dem Zoogeschäft und gerne auch Grünzeug wie Vogelmiere u.ä. Absolute Leckerbissen in so einem Prachtfinken-Leben sind halbreife ("milchreife") Sämereien wie Löwenzahn (wenn die Köpfe noch geschlossen sind, können Sie die kleinen "Fallschirme" einfach mit der Schere abschneiden, damit sie nicht im Zimmer rumfliegen, der Blütenboden mit den eigentlichen Samen ist eine absolute Köstlichkeit für fast alle körnerfressenden Vögel), Hirtentäschelkraut und halbreife Grasrispen.

Im Alter von etwa 2 Wochen wird's dann voll im Käfig und die kleinen , mausgrauen Jungtiere sitzen im Gezweig, oft aber drücken sie sich auch einfach in eine Ecke und warten darauf, dass die Eltern Ihnen was zu fressen bringen. Das Weibchen beginnt meistens sofort mit einer neuen Brut, nicht selten kommt es auch zu sog. Schachtelbruten, d.h. die Eier für die nächste Brut werden schon gelegt, wenn die letzte Brut noch gar nicht ausgeflogen ist.

Hier ist eine echte Gefahr für die Gesundheit Ihrer Prachtfinken, genauer gesagt, für die des Weibchens: Zebrafinken sind das ganze Jahr über fortpflanzungsfähig, das ist eine Anpassung an die Lebensbedingungen in ihrer australischen Heimat. Sie beginnen zu brüten - sofort und ohne Vorwarnung - sowie die Lebensbedingungen es zulassen. In Menschenobhut ist das aber fast immer der Fall, oft sogar im Winter.

Nehmen Sie den Tieren notfalls alles weg, was sie zum Brüten animiert, denn sonst macht sich das Weibchen kaputt. Drei Bruten im Jahr sollten das Äusserste sein, dann braucht das Weibchen unbedingt eine längere Pause.

Bei guter Haltung werden Sie viel Freude haben an den kleinen Kerlen, die sich während der Nacht übrigens mit Vorliebe ganz nahe aneinanderkuscheln und auch sonst viel "soziale Gefiederpflege" treiben.

 
 

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